niemand wusste von ihr ...
Klangrausch Records 2007
isabeella beumer – contemporary poetry – soundpoetry -
Es ist eine ungeahnte Entführung, lässt man sich auf die
Texte und Klänge von Isabeella Beumer ein. Sie wiederholen nicht einfach eine
Begebenheit, oder bilden klischeehaft eine Szene ab, sondern es verbinden sich
innere Erlebnisse mit gesellschaftlich menschlichem Zeitgeschehen.
Die surrealistisch, expressionistische Linie dieser Literatur macht ihre
Leidenschaft zur schöpferischen Wortbildung deutlich. In einigen Szenen kommt
die Berührtheit und Anteilnahme Beumers zum Ausdruck, die den Anstoß zur
Auseinandersetzung mit diesen Themen gab. Es ist immer wieder ihr Bestreben den
Kern der Dinge zu erreichen, in dessen herausgelöstem Bild sich dann das
Wesentliche zu erkennen gibt und in eine Art komprimierte Sprache gefasst wird.
Durch dieses Eindringen in ein Thema entsteht für den Leser/Hörer bei manchen
Texten eine Spannung zwischen Ordnung und Sprengkraft, führt dann wieder aus der
vermeintlichen Enge und das Motiv lässt sich durchdringen, wird deutlich.
Manche Stücke gehen schon unter die Haut, was durch Sprache und Klang noch Unterstützung findet, und doch fächert sich das Wahrgenommene in Vielschichtigkeit, wird zur Vorstellung und Täuschung. Dies ist geradezu eine Herausforderung die Texte Beumers in einen „Raum von Nichtsprachlichkeit" als innere Empfindung und emotionale Resonanz aufzunehmen.
Christian Loidl-Wien
Deine Sprache braucht ein inneres Nest, damit das Gesagte sich ganz entfalten kann, bis in die Wirklichkeit hinein.
Stefan Brün-Regisseur-Berlin/Chicago